Färöer-Inseln & G!-Festival

Färöer-Inseln & G!-Festival

 
 
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Die Zeit um auf die Färöer-Inseln zu reisen ist jetzt: vor dem Hype, den Island gerade (zu Recht) erfährt, bevor Billigflieger Heeresscharen an Touristen bringen. Dass das noch nicht passiert ist, ist eigentlich ein Wunder angesichts der spektakulären Natur dieses Landes irgendwo zwischen Island, Großbritannien und Norwegen. Wunderschöne Seen münden in spektakulären Wasserfällen direkt in den Atlantik. Das satte Grün der Berge, das tiefe Blau der Fjorde, die Häuser mit Grasdächern, die langen Tage im milden Sommer, die Schafe, die Vorfahrt vor den wenigen Autos haben, und: die bemerkenswerte Musikszene angesichts der gerade einmal 50.000 Einwohner der Färöer – zu sehen alljährlich beim G!-Festival, mitten am Strand mit Blick auf atemberaubende Natur. All das und mehr in dieser Folge.

Eine Antwort auf „Färöer-Inseln & G!-Festival“

  1. Netter Podcast, aber manchmal haben sich mir doch die Zehennägel gerollt, ob der Uninformiertheit…

    Ich hab‘ mir einfach mal beim Zuhören ein paar Stichpunkte notiert:
    – es heißt Färöer (oder Färöerinseln, wobei das „doppelt gemoppelt“ ist, denn öer heißt schon Inseln) oder meinetwegen auch Faroe Islands, aber nicht Färöer Islands. Das tut einfach weh.
    – es sind 18 Inseln, von „die Insel“ zu sprechen ist also falsch
    – sie stehen nicht sehr weit unten in der Fußballweltrangliste, sondern auf Platz 90 (von 206)
    – bei den beobachteten Wolken in 100 m Höhe handelt es sich nicht um Wolken, sondern um Nebel, wahrscheinlich den sogenannten pollamjørki (in etwa poddlamjörschsche ausgesprochen). Pollamjørki ist Nebel, der nicht bis auf Meereshöhe hinabsteigt, sondern weiter oben in den Bergen hängt und über dem dann wieder schönes Wetter ist (wenn der Berg hoch genug ist)
    – auf den Färöern wachsen Bäume, in fast jedem Vorgarten stehen welche. Nur in der freien Natur nicht
    – der Flughafen heißt wie die Insel Vágar und wurde im II. Weltkrieg von den Briten gebaut.
    – das Dorf, wo das G!-Festival stattfindet heißt Gøta (eigentlich Syðrugøta) und wird Jöta ausgesprochen, nicht Gota.
    – es gibt ca. 80.000 Schafe 😉
    – Massentierhaltung ist schlicht und ergreifend nicht möglich, da auf den Färöern kein Getreide und Kraftfutter wächst und das dann alles importiert werden müsste
    – es gibt viele Kreuzfahrtschiffe, über 50 pro Jahr
    – die Natur verträgt nicht mehr Touristen
    – Frum sind aus Norwegen
    – es gab auf dem G! ja nicht nur Bands zu sehen, sondern auch sehr interessante Lesungen und Vorträge. Hätte man mal kurz erwähnen können.
    – ja, man kann Tickets im Netz kaufen
    – man darf NICHT wild campen! Ihr erwähnt mehrfach wildes Campen, das ist NICHT erlaubt. Auf den Färöern gibt es kein allemansrätt wie in den anderen nordischen Ländern. Praktisch das gesamte Land ist in Privatbesitz. Wer irgendwo campen will, muss vorher um Erlaubnis fragen. Es gibt in vielen Orten Campingplätze, wo man zelten kann.
    – Eivør spricht sich fast genau so aus, wie man es schreibt, Eiwör, aber bitte nicht Eiwur.
    – Puffins heißen auf deutsch Papageitaucher
    – Fischfang macht mehr als 95% des gesamtfäröischen Einkommens aus. Es gibt also nicht nur „ein paar“ Fischer. Mit ein Grund, warum die Färinger erst relativ spät zu einer Fischereination wurden ist, dass man ja keine Boote bauen konnte. Es gab ja kein Holz. So gab es nur wenige kleine, nicht hochseetüchtige Boote
    – nein, eine Woche reicht nicht! 😉 Auf den Färöern gibt es so viel zu sehen und zu entdecken. Ich war jetzt schon insgesamt ca. 9 Wochen dort und habe noch längst nicht alles gesehen.

    Aber: Es war sehr erfrischend, diese Begeisterung herauszuhören, auch über Dinge, an denen man als mehrfacher Besucher schon fast achtlos vorbeifährt, weil sie so alltäglich geworden sind. Bleibt so begeistert!

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